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Freiwillige Feuerwehr

Merenberg

Neues Fahrzeug im Februar – Umzug ins neue Feuerwehrhaus im Sommer

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Merenberg

Die Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins 1902 der Freiwilligen Feuerwehr Merenberg e.V. und der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Merenberg war gekennzeichnet von einer vollgepackten Tagesordnung. Neben Berichten des Vereinsvorsitzenden, des Wehrführers, Jugendwartes, Katastrophenschutzzugführers und des Vertreters der Alters- und Ehrenabteilung standen Ehrungen und eine Satzungsänderung auf dem Plan.

Vorsitzender Norbert Langhof berichtete der Versammlung von einem ereignisreichen vergangenen Jahr. Der Baubeginn des neuen Feuerwehrhauses in der Benzstraße im Februar war der Auftakt für zahlreiche und nach kurzer Zeit wöchentlich stattfindende Arbeitseinsätze der Vereinsmitglieder, um die zugesagte Eigenleistung des Feuerwehrvereins beim Neubau im Gegenwert von rund 100.000 € zu erbringen.
Mittlerweile sind hierbei bereits mehr als 2500 ehrenamtliche Arbeitsstunden erbracht worden. Die Bauarbeiten gehen gut voran, und man rechnet mit der Fertigstellung des Gebäudes im Juni 2006.
Besonderen Dank richtete der Vorsitzende an die Firma Sto AG aus Kriftel, die Firma Gewiss mit Sitz in Merenberg und die Firma Rudi Schäfer Metallbau aus Allendorf, die das ehrenamtliche Engagement der Merenberger Brandschützer mit jeweils mit sehr großzügigen Materialspenden unterstützen.
Der alljährlich stattfindende Tag der Feuerwehr war auch im Jahr 2005 wieder gut besucht.
Hier konnten der Bevölkerung unter anderem ein Überschlagsimulator der Hessischen Landespolizeischule in Wiesbaden und ein 25 Tonnen Universallöschfahrzeug (ULF) der Werkfeuerwehr Infraserv Höchst präsentiert werden.
Seit langer Zeit wird der Feuerwehrverein in 2006 wieder einen Vereinsausflug durchführen.
Ziel der viertägigen Reise wird Ramsau im Berchtesgadener Land sein. Nähere Informationen sowie Anmeldungen hierfür sind ab sofort bei Norbert Langhof erhältlich.

Wehrführer Hartmut Langhof berichtete von einem relativ ruhigen Jahr. Die Übungstätigkeit war im Vergleich zum Vorjahr etwas rückläufig, was aber durch die enorme zusätzliche Belastung durch die Bautätigkeiten zu begründen ist.
Auch die Zahl der Einsätze blieb relativ gering, neben einigen kleineren Hilfeleistungen und Fehlalarmen bei automatischen Brandmeldeanlagen blieben vor allem ein Zimmerbrand in einem der ältesten Fachwerkhäuser des Marktfleckens Anfang des Jahres sowie ein Dachstuhlbrand im benachbarten Allendorf gegen Ende des Jahres in Erinnerung.
Ein Einsatz bei einem Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person nahe Obertiefenbach zeigte deutlich, dass bei modernen und hochwertigen Fahrzeugen mit immensen passiven Sicherheitsvorkehrungen selbst neuwertige Gerätschaften zur technischen Hilfeleistung, wie sie die Kameraden aus Obertiefenbach mitführten, schnell an ihre Leistungsgrenze herantreten.

Gemeindebrandinspektor Waldemar Röth griff diese Tatsache in seinem Grußwort auf und berichtete von der Ausstattung des neuen Merenberger Feuerwehrfahrzeuges.
Das Fahrzeug, ein HLF 20/16 auf Daimler-Chrysler Atego Fahrgestell mit einem Rosenbauer Aufbau, wird am 05. Februar in einer kleinen Feierstunde der Merenberger Wehr übergeben.
Die Ausstattung zur technischen Unfallhilfe umfasst unter anderem neben den schon vorhandenen Rettungszylindern neue, größere und leistungsfähigere Schneid- und Spreizwerkzeuge sowie ein Plasmaschneidgerät.
„Wir haben uns bewusst für die große Ausführung für schwerste technische Hilfeleistungen entschieden, und der vergangene Einsatz auf der B 49 hat gezeigt, wie sehr solches Gerät notwendig ist“, so Röth in seinen Ausführungen.

Jugendwart Michael Mehl konnte ebenfalls auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken.
Stand dieses doch ganz im Zeichen des 15-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehren aller Merenberger Ortsteile.
Neben einer Disco und einem Spielfest war natürlich das anlässlich des Jubiläums durch die Gemeindejugendfeuerwehren ausgerichtete Kreisjugendfeuerwehrzeltlager mit über 800 Teilnehmern auf dem Gelände der Firma Schäfer in Allendorf das Highlight des Jahres. Teilnehmer wie Helfer können auf sehr heiße und anstrengende, aber auch sehr schöne und erfolgreiche Tage zurückblicken.
Natürlich kamen auch die normalen Tätigkeiten der Jugendfeuerwehr nicht zu kurz. Ein Ausflug führte die Jugendlichen in das Deutsche Feuerwehrmuseum nach Fulda und weiter in die Rhön.
Akif Seyfi und Andre Dienst erreichten mit erfolgreicher Teilnahme an den Prüfungen zur Leistungsspange die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Der Zugführer des 8. Löschzuges Limburg-Weilburg, Thomas Schmidt, konnte der Versammlung von einer gesunden Mitgliederstruktur berichten. 26 Kameraden aus allen Merenberger Ortsteilen engagieren sich zur Zeit im Katastrophenschutz, mindestens fünf weitere haben ihr Mitwirken ab dem Jahr 2006 zugesagt.
Schmidt berichtete besonders von zwei großen Gemeinschaftsübungen mit den Löschzügen der Gemeinden Weilmünster und Löhnberg, die mit dem Merenberger Zug und der noch in der Gründungsphase stehenden Weilburger Einheit gemeinsam einen Ausbildungsbezirk einrichten wollen.

Im weiteren Verlauf der Versammlung konnte der Vorsitzende Norbert Langhof noch einige Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein mit Urkunden und Ehrennadeln danken.
Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Hermann Görtz, Bernhardt Legner und Josef Bucher geehrt, Manfred Rau gehört dem Verein 40 Jahre an und auf bereits 50 Mitgliedsjahre kann Otto Jöckel zurückblicken.

Die Satzungsänderung, die durch einige formale Anpassungen notwendig geworden war, wurde durch die Versammlung einstimmig beschlossen.

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Auf dem Bild die geehrten Mitglieder, von links nach rechts: Christian Stroh (2. Vorsitzender), Bernhardt Legner (25 Jahre), Josef Bucher (25 Jahre) Norbert Langhof (Vorsitzender) und Otto Jöckel (50 Jahre)
 

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