05.09.2002 (MrbG/Alld) Es ist ja schon fast nicht mehr zu glauben. Zumindest
dachte sich das der Webmaster, als er mit dem folgenden Sachverhalt
konfrontiert wurde. Um der Sache eine etwas neutralere Anschauensweise zu
geben, schildert der Webmaster das Ereignis in Märchenform:
1. Teil:
Es begab sich zu der Zeit, in der die Hessische Landesregierung seine
Bevölkerung darüber abstimmen lässt, ob die Förderung des Sportes als Ziel
in die Hessische Verfassung aufgenommen werden soll. Just in dieser Zeit
erfreute sich ein armer kleiner Sportverein in Allendorf dem Zuspruch eines
weiteren Sponsors. Dieser hatte Mitleid mit dem armen kleinen Verein und
wollte sein Mitleid in Form einer Bandenwerbung kundtun.
Gesagt, getan.
Das Übel begann mit der Anbringung der Bandenwerbung an einem Wochenende.
Das Schild störte einen Anwohner des Sportplatzgeländes. Dieser verdient
zufällig seine Brötchen mit der selben Arbeit wie der barmherzige Sponsor.
Also ruft der Anwohner als erstes beim "stellvertretenden Fürst" der
Gemeinde an und verlagt von diesem, er solle dafür sorgen, dass dieses
Schild sofort dort weg kommt. Nicht genug des Wirbels, beschimpft der
Anwohner auch noch ein Mitglied des Ortsbeirates.
Da diese zwei Herren sich mit einer Situation konfrontiert sahen,
mit der sie so gar nichts zu tun hatten, wussten diese auch nicht, was zu tun
war.
In den folgenden Tagen wurde das arme kleine Bandenwerbungsschild leider das
Opfer zahlreicher Verhüllungs- und Versteckaktionen. Des Nachts hörte man
das arme kleine Schild gar jämmerlich unter einem uralten, muffigen,
dreckigen Teppich weinen. Des Tags wurde der muffige Teppich auch nicht
entfernt.
Nein, das arme kleine Schild wurde auch noch durch einen riesengroßen Lastwagen
bedroht,
der sich hautnah vor das Schild stellte. Als das alles nicht dazu führte,
dass das kleine Schild weglief, wurde der Präsident des armen kleinen
Sportvereins angerufen und diesem unmissverständlich klargemacht, dass das
Schild dort keine Existenzberechtigung habe. Leider wurden die Telefonate
nicht so richtig erhört. Also wurde geschwind das Telefonbuch befragt und
der mutige barmherzige Sponsor des armen kleinen Sportvereins angerufen.
Auch diesem wurde geraten, das Schild dazu zu überreden, diesen Platz zu
verlassen. Leider war der barmherzige Sponsor sehr beschäftigt und kam
deshalb den Anordnungen des Anwohners nicht nach. So musste der
"Oberfürst"
des Ortes angerufen werden, auf dass er das Schild dazu bewege, den Platz zu
verlassen. Dieser konnte leider nicht direkt mit dem Schild verhandeln. Also
rief auch dieser den barmherzigen Sponsor an und bat darum, dem Schild gut
zuzureden, den Platz zu verlassen. Leider wurde auch dieser Anruf nicht so
richtig von dem Schild erhört. Es blieb doch tatsächlich dort, wo es von dem
Teppich und dem großen Lastwagen bedroht wird. Kaum zu glauben, dass ein so
kleines Schild so viel Mut hat. Aber es konnte nicht anders. Es traute
sich nicht, auch nur einen Schritt zu tun. Über ihm der Teppich und direkt
vor ihm der bedrohlich große Lastwagen.
2. Teil:
Genau zu der selben Zeit begab es sich, dass ein Anwohner des Sportplatzes
in Allendorf ganztägig das Gelände eben dieses Sportvereins dazu benutzt,
seine Container, Autos, Lastwagen und Materialanlieferungen abzustellen.
Aber nicht genug damit. Es wird auch Abfall aus dem Gewerbe des Anwohners am
Hang zum Sportplatz illegal verbrannt. Ob da wohl der "Ober-Fürst"
sein
JA-Wort dazugegeben hat?
Epilog:
Da fragt man sich, weshalb es in der Welt keinen Frieden gibt.
Man muss nur im kleinen Ort hinter die Kulissen schauen und feststellen,
dass hier schon der Grund allen Übels sitzt. Da wird die Demokratie und der
soziale Frieden mit Füßen getreten, nur weil ein einzelner eine Lobby in der
sowie so unter Vertrauensschwund leidenden Politik besitzt. Da werden die
Interessen von über 100 Vereinsmitgliedern dem politischen Kalkül geopfert.
Der Webmaster fragt sich an dieser Stelle, was kann ein Einzelner noch alles
gegen einen eingetragenen Verein unternehmen und bekommt von Seiten der
Politik auch noch Schützenhilfe?
Da werden Anwälte mit belanglosen Diskussionen und Forderungen betraut,
nur um einen Verein ins Abseits (nicht nur sportlich gesehen) zu stellen.
Auch wenn man die sicherlich berechtigten wirtschaftlichen Interessen eines
Unternehmers mit in die Überlegung einbezieht, kann man in der heutigen
globalisierten Welt nicht das Interesse von über 100 Bürgern einfach
ignorieren.
Ein Unternehmer A steht in direktem Mitbewerb mit jedem Unternehmen X, Y oder Z.
In Zeiten des Internets wird die Welt zu einem Dorf.
Ich hoffe nur nicht, dass es so ein Dorf ist wie das heutige Allendorf.
Denn da ist Demokratie und Meinungs- und Gewerbefreiheit nichts mehr wert.
Liebe Politiker in Merenberg, was sagen Sie zu diesem Thema?
Liebe Politiker in Allendorf, was sagen Sie zu dieser Geschichte?
Liebe Besucher dieser Internetseiten, was halten Sie von der Geschichte?
Sie können uns zu dieser Geschichte eine e-Mail schreiben.
webmaster
Diese Seite wurde NICHT von dem Sportverein initiiert!
Diese Seite erscheint hier, weil der Webmaster es für notwendig hält,
über diese Sache zu informieren. Es wurden bewusst alle Namen aus
der Geschichte heraus gehalten. Diese können aber belegt werden.