Leserbriefe KiTa

Startseite
Nach oben

Bitte schreiben Sie doch mal in unser Gästebuch.
Gästebuch

Aktuelle Leserbriefe zum Kindergarten in Merenberg

 

Ralf Lichtenberg
Boschstraße 1
35799 Merenberg

An das
Weilburger Tageblatt
Marktplatz
35781 Weilburg

Betr. : WT-Artikel Merenberg will Träger der Villa Kunterbunt" werden" vom 21.08.2002

Die Kinder sind unsere Zukunft und wir sollten alles tun, um ihnen den richtigen Start ins Leben und in die Gesellschaft zu ermöglichen. Alle Eltern aber, auch Großeltern, Onkel und Tanten, die sich intensiv mit den Kleinen beschäftigen, wissen, wie schwer es ist, auf die Gedanken eines Kindes im Kindergartenalter einzugehen. Die Fehler, die man in der Erziehung machen kann und die eigenen schlechten Angewohnheiten, von deren Existenz man oft gar nichts weiß oder wissen will, prägen sich in ein in der Entwicklung befindliches Kindergedächtnis ein Leben lang ein.

Umso wichtiger ist es, sein Kind oder seine Kinder in die Obhut geschulter und einfühlsamer Betreuerinnen zu geben. Es ist nicht nur die Aufgabe einer Kita, den Kindern schlicht das Basteln oder Singen zu vermitteln oder Mama und Papa zu entlasten (obwohl das auch sehr hilfreich ist), sondern vielmehr ein Gegenstück zur häuslichen Erziehung zu bilden.

Die Erziehrinnen in der Villa Kunterbunt leisten mit ihrer speziellen Form der Integration eine unverzichtbare Aufgabe an der sozialen und ethischen Entwicklung unserer Kinder. Es ist deutlich zu sehen, dass gerade die Kinder aus Merenberg ein besonderes Maß an Verantwortung, Gerechtigkeit, Akzeptanz haben.

Durch die geplante massive Kürzung wird ein gut funktionierendes Team auseinander gerissen, das Konzept das in jahrelanger mühevoller Arbeit entstanden ist wird ruiniert.

Es ist sicherlich klar, dass die Vertreter der Gemeinde nicht kaltherzig sind, sondern das ihre Arbeit­bedingt durch die momentane finanzielle Lage auf Undankbarkeit stößt, aber ein "Erbsenzählen" wie im WT-Artikel vom 21.08 beschrieben, auf Kosten unserer Kinder, wird sich unterm Strich nicht auszahlen.

Ralf Lichtenberg, Boschstraße 1, 35799 Merenberg


Marina Ströhmann
Ringstr. 3
35799 Merenberg

Betreff Artikel Villa Kunterbunt vom 21.08.02

Leserbrief

Trägerschaft des KITA Villa Kunterbunt

Zahlen hin Zahlen her. An Erster Stelle sollte doch hier für uns ALLE, dass Wohl unserer Kinder stehen! Sicherlich kann man in der Zeit der Not Abstriche machen, wenn es auch wirklich erforderlich ist. Hier wünsche ich mir, im Interesse unserer Kinder, dass es doch noch zu einem vernünftigen Vertragsabschluß der Gemeinde Merenberg und der Evangelischen Kirchengemeinde kommen wird. Eine Stundenreduzierung halte ich für sehr fragwürdig, da die Qualität, der zur Zeit geleisteten Arbeit der Erzieherinnen nicht mehr gewährleistet sein wird. Die Kinder müssten dann in den verschiedenen Bereichen wie z.B. Waldtage, Ferien‑Workshops für ehemalige Kindergarten Kinder, verschiedene Projektwochen, Turnveranstaltungen, Kinderschminken, vor allem aber in der Nutzung des Kindergarten‑Spielgeländes ect. große Einbußen hin nehmen. dies sollte deshalb bitte noch einmal gründlich überdacht werden im Interesse unserer Kinder!.

Marina Ströhmann,

Allendorf 3 Kinder


Alexandra Haase                        Merenberg, den 25.8.02
Weilburger Str. 17
35799 Merenberg

An
Weilburger Tageblatt
36781 Weilburg

Ihr Artikel Merenberg will Träger der Villa Kunterbunt werden" vom 21.8.02

Ich bin empört darüber, dass Streitigkeiten zwischen der Merenberger Kommune und der evang. Kirche auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen werden. Es muss doch möglich sein, dass erwachsene Menschen sich zugunsten unserer Kinder und späteren Steuerzahlern einig werden. Meine 5-jährige Tochter geht zwar erst ein halbes Jahr in den Merenberger Kindergarten, hat sich hier aber so rasch eingelebt und fühlt sich dort pudelwohl, dass ich sehr überrascht war. Sie ging zuvor in einen Kindergarten mit geschlossenen Gruppen und hat sich dort nach eigenen Aussagen nicht so wohl gefühlt wie hier. Das Konzept der 'Villa Kunterbunt" ist vollkommen stimmig. Die Kinder gehen mit Begeisterung dorthin, darum verstehe ich nicht, warum diese Regelung plötzlich geändert werden soll. Die Aussagen in der Ausgabe vom 21.8.02 stimmen so nicht. Bei Kürzung der Stunden läuft es zwangsläufig darauf hinaus, dass der Kindergarten so wie jetzt nicht weitergeführt werden kann. Das Betreuungsangebot über die Mittagszeit (auch für die Schulkinder!), so wie viele andere wichtige Einrichtungen werden wohl entfallen. Auch wenn das sehr wahrscheinlich bestritten wird. Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Ihnen sollte die Möglichkeit sich unbeschwert und frei zu entfalten nicht genommen werden. Ich bin von dem Konzept des offenen Kindergartens vollkommen überzeugt und möchte es auch nicht anders haben.

Alexandra Haase


Mona Haase                        Merenberg, den 25.8.02
Weilburger Str. 17
35799 Merenberg

An
Weilburger Tageblatt
36781 Weilburg

Ihr Artikel "Merenberg will Träger der Villa Kunterbunt werden" vom 21.8.02

Dies schreibe ich auf Wunsch meiner Tochter:

Mein Kindergarten in Merenberg gefällt mir so gut, weil man.... ‑ da rausgehen kann, wann man will ‑ immer in jeden Gruppenraum darf ‑ hier nicht geschimpft wird ‑ keine festen Essenszeiten hat ‑ hier so toll geschminkt wird und sich selbst schminken darf und die tolle Kleiderecke hat ‑ so schöne Spielsachen drin und die tollen Fahrzeuge draußen hat ‑ in jedem Raum ein Kletterturm ist ‑ auf dem Turm sogar eine Kuschelecke hat ‑tolle Aktionen hat (Wandelpfad, blauer Raum, Osterfrühstück, Muttertagskaffee, usw.)

Ich will meinen Kindergarten so behalten, wie er ist!

Mona Haase


Christine Adler                        Merenberg, 22.08.02
Weilburger Str. 23
35799 Merenberg
24.06.1975

Leserbrief zum Thema ­ "Nach Vertragskündigung durch die evangelische Kirche"

Merenberg will Träger der "Villa Kunterbunt' werden

Veröffentlichung 21.08.02

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

mit großer Aufmerksamkeit habe ich den Artikel zur Übernahme des evangelischen Kindergartens in Merenberg "Villa Kunterbunt' am Mittwoch 21.08.02 gelesen. Meine Hoffnung war, dass endlich Tatsachen klargestellt würden. Doch leider war dies nicht der Fall. Man vergleicht Kosten, Einnahmen und Kindergartenkonzepte die nicht vergleichbar sind. Wir als Leser, Eltern und auch KINDER werden schlicht und einfach nur mit Zahlen bombardiert wobei das wichtigste gänzlich außer Acht gelassen wird:

UNSERE KINDER!!!

Wie sollte man es sich vorstellen können, einen vorbildlichen Kindergarten ‑ wie es dIe "Villa Kunterbunt' ist ‑vom Personal so zu reduzieren , dass nur die Mindestbetreuung gewährleistet ist, aber kein Nachteil für die KINDER entsteht? In der "Villa Kunterbunt' wird das Konzept derr "Halb‑offenen‑Gruppen" ‑was man als qualitatitiv hochwertiges pädagogisches Konzept bezeichnet‑ praktiziert. KINDER können davon nur profitieren. Im Kindergartenalter lernen KINDER spielerisch   und nicht unter ständigem Zwang oder in verschlossenen Räumen, wo viele verschiedene Charaktere aufeinanderprallen müssen, Überlastung der Aufsicht entsteht und Spannungen entstehen. Wir bekommen in Merenberg ein vielfältiges Angebot von Soderaktionen geboten: Waldtage, Raumgestaltung nach Funktionsbereichen, Ferienwerkstatt auch für Schulkinder, Aufnahme auch von 2 1/2jährigen KINDERN. Wieso sollte unseren KIN ' DERN, die ihren Kindergarten so wie er ist, schätzen und lieben, Spielmaterial, freie Entfaltung der Persönlichkeit und ihre Kindergärtnerinnen gekürzt werden oder ganz genommen werden, für Fehler, die an anderer Stelle verursacht werden? In der heutigen finanziellen Situation der Gemeinden ist es mir ein Rätsel, warum man auf Angebote der Kirche zur finanziellen Unterstützung nicht eingeht? Kann man ruhigen Gewissens Gelder ablehnen, KINDERN noch vorhandene Freiräume zur Entwicklung der Persönlichkeit wegnehmen, berufstätigen Eltern die Möglichkeit nehmen, ihre KINDER zur Mittagsversorgung zu schicken, sowie den KINDERN einen langsamen, stressfreien Einstieg mit 2 1/2Jahren einfach untersagen? Was hier immer und immer wieder diskutiert wird sind Kosten und Zahlen. Das ist ‑behaupte ich‑ einfach! Schwieriger und emotionaler wird es, sich die Arbeit der Kindergärtnerinnen anzusehen, sie zu schätzen und dabei nicht zu vergessen, das hier Politik auf dem Rücken unserer KINDER  ausgetragen wird, die unsere Zukunft sind!!!


Ingrid Golembiewski                        35799 Merenberg, d. 25.08.02
Weilburgerstr. 17
0647152133

An das
Weilburger Tageblatt
36781 Weilburg

Ihr Artikel "Merenberg will Träger der Villa Kunterbunt werden" vom 21.08.02

Villa Kunterbunt ? Oder ein Trauerspiel in Zukunft? Wieso sollen die kleinsten Bürger von Merenberg wegen der Unstimmigkeiten zwischen Gemeinde und Kirche die Leidtragenden sein? Sie sind die Bürger der Zukunft. Ist da nicht jede Investition gerechtfertigt? Weniger Erzieherinnen, heißt auch weniger Zeit für die Kinder, für Ihre Sorgen und für Ihre Freuden zu haben. Einsparungen bei Sachkosten heißt weniger Kreativität usw., mehr Einschränkungen unserer Kinder. Bei allem Verständnis versteht man die Aussagen nicht mehr: "Eltern setzt mehr Kinder in die Weit denn Sie werden gefördert'. Wo bitte? Etwa da, wo die Vorbereitungen aufs Leben in die Gemeinschaft beginnt? So nicht, nein danke! Und eines noch, die Gemeinde behauptet 85% des Kindergartens zu tragen wenn die Kirche 15% bezuschusst. Wo ist hier der Elternanteil von 18%? Ab voraussichtlich Januar 2003; 25% und Steuern bezahlen die Eltern und Bürger von Merenberg auch nicht? Der Kreisanteil von 6%. Wo ist er aufgeführt? Meine Enkeltochter besuchte erst einen Gruppengeschlossenen Kindergarten und ich erlaube mir begründet zu behaupten, dass das Konzept der offenen Gruppen, und das große Engagement der Erzieherinnen viel mehr zur freien Entfaltung und zum Wohle meiner Enkelin beiträgt. Wenn das Kind Mittags abgeholt werden soll und am liebsten noch länger im Kindergarten bleiben möchte, sagt dieses Verhalten mehr als Worte. Lasst den Kindern der "Villa Kunterbunt" weiter was Sie glücklich macht. Eine besorgte OMA.

Ingrid Golembiewski


Helmut Golembiewski                        35799 Merenberg, d. 25.08:02
Weilburger
str. 17
0647152133

An
Weilburger Tageblatt
36781 Weilburg

Ihr Artikel "Merenberg will Träger der Villa Kunterbunt werden" vom 21.08.02

Nach dem ich den Artikel zweimal gelesen hatte, konnte ich immer noch nicht mit dem Zahlenwerk des Bürgermeisters klar kommen. Trotz mehrmaligem Rechnen kann irgendwo etwas nicht ganz stimmen. Wenn ich einen Gesamtkostenanteil von 4223.‑‑ DM pro Kindergartenplatz angebe und die Gesamtjahreskosten mit 681550,‑ DM beziffere, so müssten im Merenberger Kindergarten 161 Kinder sein. Das wären alle 3‑6 jährigen Kinder der Großgemeinde. Dieses wäre ja bei 4 Gruppen eine Kinderzahl von 40 Kindern je Gruppe. Unvorstellbar. Wie kann man einen Zuschuss der ja Ausgabenersparnis bedeutet mit weiteren Einsparungen kompensieren. Mit einem Zuschuss der Kirche und den entsprechenden Einsparungen habe ich doch noch mehr Kosten eingespart und nicht so wie es hier interpretiert wurde. Selbst bei der angeblich eingesparten Summe können die Zahlen der Einsparposten nicht ganz stimmen. Was ich in der Zahlendarstellung des Bürgermeisters vermisst habe, ist der Anteil der Eltern sowie der Zuschuss des Kreises. Selbst ohne Anteil der Kirche trägt die Gemeinde keine 85% der Kosten. Bei einem Abbau der Stunden kann ich mir vorstellen, dass dies nicht zum Wohle der Kinder ist. Warum soll hier ein Konzept geändert werden, weiches sich sehr gut zum Wohle der Kinder entwickelt hat. Vor ca. 7 Jahren wurde dieses Konzept eingeführt. Warum geht man jetzt wieder einen Schritt zurück? Unsere Kinder sollen sich doch frei Entwickeln können und keine Befehlsempfänger sein. Was zwangsläufig auftreten wird, wenn 25 Kinder in einem Raum sind. Ich bin auch dafür, dass Kosten gespart werden sollen, aber nicht in der angegeben Art und Weise wie hier dargestellt und auch nicht zum Unwohl der Kinder. Kinder die sich frei entfalten können und in Ihrer Entwicklung keinen Rückschlag erhalten sind unsere Zukunft.

So wie der Kindergarten Merenberg jetzt geleitet wird sollte er auch in Zukunft geleitet werden.

Helmut Golembiewski


Weilburger Tageblatt
Lokalredaktion Weilburg und Umland

Leserbrief zum Artikel vom 21.08.2002

Merenberg will Träger der "Villa Kunterbunt' werden

Liebe Lokalredaktion,

mit ihrem Bericht über den Kindergarten Merenberg haben Sie das Thema in unserer Gemeinde angeschnitten, welches uns Eltern zurzeit am meisten interessiert und außerdem noch schwer im Magen liegt.

Leider wurden die Betroffenen - die Eltern der Kindergartenkinder - erst am 12.08.2002 über das Vorhaben der Gemeinde informiert, und das nicht etwa durch die Gemeinde, sondern durch den Kindergarten. Wahrscheinlich aus gutem Grund. Wäre es nach der Gemeinde gegangen, hätten die Betroffenen wohl erst nach Abschluss der ganzen Sache etwas davon erfahren, denn den Widerstand der Eltern gegen das Vorhaben der Gemeinde haben die anwesenden Kommunalpolitiker bei dem Treffen aller Beteiligten im Kindergarten am 13.08.2002 mehr als deutlich zu spüren bekommen.

Leider können wohl ein Großteil der Gemeindevertreter, die sich mit der Kündigung der Kirche etwas vor den Kopf gestoßen fühlten, nicht über ihren Schatten springen und sich zu einer Zusammenarbeit mit der ev. Kirche aufraffen. Von dieser wurde am 13.08.2002 mehrmals Verhandlungsbereitschaft gerade auch bei der viel umstrittenen Frage der Mitbestimmung durch die Gemeinde signalisiert.

Ums Geld, darin waren sich an diesem Abend alle einig, geht es letztlich sowieso nicht. 01) einige tausend Euro nun im nächsten Jahr eingespart werden können oder nicht, in den kommenden Jahren werden die Kosten für den Kindergarten weiter steigen und die trägt die Gemeinde dann allein. Die steigenden Anforderungen, die aus Anlass der Pisa‑Studie auf die Kindergärten zukommen, werden die Kosten zusätzlich in die Höhe treiben. Einerseits bejammern alle das schlechte Bildungsniveau in Deutschland, aber mehr Geld will niemand für die Kinder ausgeben. Stattdessen werden ein paar tausend Euro eingespart, mit der Folge, dass Stunden oder gar Stellen gestrichen werden.

Vielen Bürgern ist es deshalb völlig schleierhaft, wie man die finanzielle Beteiligung der ev. Kirche bei völlig leeren Kassen ausschlagen kann, auch wenn man dabei beim Mitspracherecht zurückstecken muss Den Kindern schadet die Trägerschaft der Kirche ganz bestimmt nicht.

Bei den Sparmaßnahmen die von der Gemeinde angestrebt werden, leidet die Qualität der Kinderbetreuung zwangsläufig. Warum also nicht das Angebot der Kirche annehmen und den Standard halten (angesichts der neuen Anforderungen durch Pisa), bei fast identischen Kosten für die Gemeinde??

Das fragen wir uns und viele andere Eltern in Merenberg. Diese Frage möchten wir auch an die Gemeindevertreter richten, die am 29.08.2002 über die Zukunft unserer Kinder abstimmen.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf und Sigrun Nolte mit Tobias (3) und Oliver(5)


 

Villa Kunterbunt

INTEGRATIVE KINDERTAGESSTÄTTE
DER EVANG. KIRCHENGEMEINDE
IN DER HEMBACH
35799 MERENBERG
TEL. 06471/ 52866

Liebe Eltern,
wir müssen für unsere Kinder kämpfen!!!

Deshalb rufen wir Sie auf, an unserer geplanten Demonstration am Dienstag, 27.08.02 und der Mahnwache vor der Gemeindeverwaltung Merenberg von Dienstag, 27.08. bis Mittwoch, 28.08. teilzunehmen.

Bitte tragen Sie sich ein!!!
Helfen Sie uns, damit unsere Kita in der jetzigen Form erhalten bleibt.

Treffpunkt Demo Dienstag, 27.08.

um 17.45 Uhr an der Kita

Der Elternbeirat


1975-2002
27 Jahre
Ev. Kita „ Villa Kunterbunt“
in Merenberg vor dem Aus?

Die Gemeinde Merenberg will einer weiteren Trägerschaft durch die Ev.Kirche mit einer reduzierten finanziellen Beteiligung nicht mehr zustimmen.
Stattdessen soll auf ca. 50.000 Euro, die von der Evangelischen Kirche beigesteuert würden, verzichtet werden und dafür Personal und somit wertvolle Betreuungszeit für die Kinder eingespart werden !!!
Sollen unsere Kinder mit einem Minimum an Ausbildung und Betreuung zufriedengestellt werden ?
Unsere Kinder dürfen nicht dem Rotstift zum Opfer fallen !!!
Sagen Sie uns Ihre Meinung !
Es geht um das Wohl unserer Kinder !!!  
Der Elternbeirat der ev. Kinder


Leserbriefe an das Weilburger Tageblatt:

Melissa Schmidt                        Merenberg, 25.08.02
Neunkircher Str. 12
35799 Merenberg

 

Weilburger Tageblatt
35781 Weilburg

Betr.: Leserbrief zu dem Zeitungsartikel vom 21.08.02 über den
Merenberger Kindergarten "Villa Kunterbunt"

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Melissa Schmidt. Ich bin 4 1/2 Jahre alt und gehe seit einem Jahr als Einzelintegration in den Merenberger Kindergarten.

Die Gemeinde Merenberg muss sparen. OK! Aber wieso fängt sie gerade bei uns Kindern an zu sparen? Wenn die Gemeinde wirklich über 40 Stunden in der Woche einsparen will, wie soll das Konzept der halboffenen Gruppen noch aufrecht erhalten werden? Und gerade dieses Konzept gefällt mir und vielen anderen Kindern sehr gut, weil man sich viel freier bewegen kann. Aber auch andere Punkte gefallen mir sehr im Merenberger KIGA:

Ich kann zwischen verschiedenen Räumen auswählen. Wenn es mir z. B. im Bauzimmer zu laut wird, kann ich einfach in die Künstlerwerkstatt gehen und etwas basteln oder ich kann ins Spielezimmer gehen und etwas puzzeln.

Morgens, wenn ich schon sehr früh im KIGA bin, kuschele ich noch gerne mit einer Erzieherin. Sie nehmen sich die Zeit für mich und geben mir und den anderen Kinder sehr viel Liebe.

Ich finde es schön, dass es keine festen Frühstückszeiten gibt, denn mein Bauch knurrt zu ganz unterschiedlichen Zeiten.

Bei schönem Wetter können wir schon sehr früh draußen spielen.

Besonders wichtig finde ich, dass ich jederzeit zu meinen Freundinnen und Freunden in die anderen Gruppen kann.

Die Erzieherinnen geben sich immer viel Mühe mit mir, wenn ich etwas noch nicht so gut beherrsche; z.B. beim Basteln oder beim Turnen in der Sporthalle. Dort finde es besonders schön ‑ wir können tanzen, laufen und jede Menge Neues lernen. Meine Motorik hat sich schon sehr verbessert das sagt auch mein Kinderarzt.

Ich liebe es in der freien Natur zu sein. Deshalb freue ich mich auch schon immer auf die Waldtage. Da kann man vieles entdecken, z.B., Bäume, Pflanzen, Tierstimmen und manchmal sogar Tiere. Sogar ein Häuschen haben wir Kinder mit den Erzieherinnen im Wald gebaut. Dort können wir dann spielen, singen und sich verstecken. Wir lernen dort auch wie verschiedene Bäume und Pflanzen heißen oder wie die Tiere im Wald leben.

Schön finde ich es auch, dass ich jetzt schaukeln, auf Hänge klettern, mit beiden Füßen hoch hüpfen kann. Vieles, was Kinder in meinem Alter schon sehr gut können, fällt mir noch etwas schwer Aber man macht mir immer wieder Mut, bis ich mich traue und danach bin ich auch ganz stolz auf mich.

Nicht das ihr denkt, wir dürften im Merenberger Kindergarten alles tun. Es gibt sehr wohl Regeln, an die wir uns halten müssen. Und das ist auch gut so. Auch gibt es Zeiten, wo man nur mit der eigenen Gruppe etwas unternimmt z. B. die Stuhlkreise. Meine Erzieherinnen sind Frau Stroh, Frau Eigenbrod, Frau Benetas aber auch jede andere Erzieherin fördert mich in der Sprache, in der Motorik, im Umgang mit anderen Kindern.

ICH BIN SEHR GLÜCKLICH IM MERENBERGER KIGA

UND MÖCHTE ES AUCH WEITERHIN BLEIBEN!!!

Lasst uns doch gemeinsam einen Weg finden, bei dem KEINER unglücklich wird. Die Gemeinde Merenberg sollte vieles aus der Sicht der Kinder sehen und nicht nur an das Sparen denken. Wir Kinder werden mit Sicherheit unglücklich, wenn ihr so viele Stunden im Monat einsparen wollt.

WO IST EUER HERZ FÜR UNS KINDER?????????

In der Hoffnung auf eine glückliche Zukunft grüßt Euch Eure Melissa

i.A. Beate Schmidt


Ricarda Lichtenberg
Boschstrasse 1
35799 Merenberg 

An das
Weilburger Tageblatt
Marktplatz
35781 Weilburg

Betr.  WT-Artikel "Merenberg will Träger der "Villa Kunterbunt" werden" vom 21.08.2002

"Villa Kunterbunt nennt sich in Merenberg die Evangelische Kindertagesstätte, in der zur Zeit 85 Kinder ab zweieinhalb Jahren in vier Gruppen von sieben Erzieherinnen betreut und nicht nur beaufsichtigt werden. Es wird in den christlichen Glauben eingeführt und christliche Werte vermittelt es werden Integrationsmaßnahmen durchgeführt und soziale Kompetenzen gefördert; es wird gesungen und gespielt; es werden Waldexpeditionen veranstaltet und Ferienwerkstätten angeboten, es werden zweieinhalbjährige Kinder umfassend und zuverlässig versorgt auch durch die Mittagsversorgung und ältere Kinder nach der Schule bei den Hausaufgaben angeleitet,

Das halboffene Integrationskonzept, das diesen Kindergarten ausmacht und weswegen ich und andere Eltern bewusst mein Kind dort und nicht z.B. in Barig-Selbenhausen im gemeindeeigenen Kindergarten angemeldet habe, ist ein ganzheitliches Konzept, denn es spricht die Kinder auf geistiger, geistlicher, seelischer und körperlicher Ebene an und auf ihre unterschiedlichen Bedürfnisse eingeht. .Jedem logisch denkenden Menschen ist klar, dass dieses Konzept nicht so weitergeführt werden kann, wenn die Gemeinde nach der Übernahme die Wochenstunden um etwa 40 kürzt. Denn 40 Wochenstunden weniger bedeutet im Klartext zwei Erzieherinnen weniger und somit die Schließung einer der vier Gruppen, was wiederum eine drastische Erhöhung der Kinderanzahl in den drei verbleibenden Gruppen zur Folge hätte,

Aufgrund des Vergleichs von Zahlen, die aus verschiedenen Berechnungen stammen und aus diesem Grund so nicht miteinander verglichen werden können, sieht es im WT-Artikel vorn 21.08.2002 so aus, als oh die Merenberger Kindertagesstätte sehr viel höhere Personalkosten hätte als die in Barig-Selbenhausen Vergleicht man die richtigen aktuellen Zahlen miteinander, halten sich die Personal kosten in beiden Kindertagesstätten ungefähr die Waage.

Die Gemeinde Merenberg könnte sogar Geld sparen, wenn sie auf das neue Angebot der Kirche eingehen würde. Dass Bürgermeister Born daran kein Interesse hat, hat er in der Sitzung am 21.08 2002 zu erkennen gegeben. Was angesichts der leeren Kassen der Gemeinden doch verwundert.

Trotz aller Diskussionen aufgrund der PISA‑Studie fällt in Merenberger Verhandlungen zwischen Kirche und Gemeinde um die Zukunft der Kindertagesstätte das Wort "Kind" auf Seite der Gemeinde überhaupt nicht. Anscheinend ist den Vertretern der Gemeinde und dein Bürgermeister die Zukunft der Kinder egal. Förderung und Integration können keine Beachtung finden, wo es um Macht und Machtverteilung geht. Das finde ich sehr schade, zumal die Gemeinde schon seit Jahren wusste, dass die Kirche ihren Anteil an den Betriebskosten zum Jahr 2003 kürzen wird, Es wäre Zeit gewesen, sich um Verhandlungen und Konsens zu bemühen. Aber anscheinend sind die 85 Kinder, die zur Zeit die "Villa Kunterbunt" beleben, die Mühe, einen Konsens anzustreben, nicht wert. Leider hat meines Wissen nach kein Mitglied der Gemeindevertretung oder des Gemeindevorstands und auch nicht der Bürgermeister ein Kind in der Kindertagesstätte Merenberg. Denn für das eigene Kind würde man doch das Beste wollen, oder?

Ricarda Lichtenberg, Boschstraße 1, 35799 Merenberg

 

E-Mail's mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website senden Sie bitte an: webmaster
Bitte beachten Sie den Hinweis zu den Links im IMPRESSUM.
Copyright © 2000-2012 (alle Rechte an diesen Seiten) bei  Martin Grosch - Stand: 06.02.2012
http://reiner-kuhl.de